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Die Grundsätze - und die individuelle Rechtschreibförderung

Dass im Mittelpunkt aller schulischen Bemühungen der Schüler als Person und seine Leistungen stehen sollen, dieser Grundsatz wird an unserer Schule ernst genommen. Deshalb helfen wir einerseits unseren Schülern mit Leistungsproblemen und fördern andererseits die Schüler mit besonderen Stärken und Begabungen – ohne die übrigen Schülerinnen und Schüler (die „Mitte“) mit ihren jeweils individuellen Leistungsprofilen zu vernachlässigen oder zu vergessen.  Für diese Förderung bzw. diesen individuellen Zusatzunterricht setzen wir im Wesentlichen die so genannten Ergänzungsstunden ein, die uns gemäß Ausbildungsordnung über den regulär zu erteilenden Unterricht hinaus zur Verfügung stehen.

Lese- und rechtschreibunsichere Kinder aus den Klassen 5 und 6 können so an einer individuellen Rechtschreibförderung teilnehmen, die wir seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem „Lernserver“ der Universität Münster durchführen bzw. anbieten. Auf der Basis eines Diagnose-Tests, an der alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 teilnehmen, werden für jedes einzelne Kind individuell zugeschnittene (für die Dauer von maximal zwei Schuljahren konzipierte) Fördermaterialien erstellt, die dann selbstständig (oder zusammen mit den Eltern) zu Hause bearbeitet werden können.

Bemerkenswert sind außerdem die Ergebnisse einer Evaluation, die wir in diesem Bereich Ende des Schuljahres 2006/2007 durchgeführt haben; denn nach einem Jahr Förderung bzw. Arbeit mit dem Fördermaterial ergab sich für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 eine Fehlerreduzierung um durchschnittlich 50 Prozent. Nähere Informationen hierzu und zu unserer individuellen Rechtschreibförderung enthält eine Broschüre, die eine Kollegin unserer Schule zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter des Lernservers der Universität Münster erstellt hat (Dr. Tanja Reinlein, Prof. Dr. Friedrich Schönweiss: „Rechtschreibförderung mit dem Lernserver Münster. Online wird individuelle Förderung leistbar!“). Interessierten senden wir diese Broschüre auf Anfrage (im Sekretariat) gerne zu.


Individuelle Förderung – als Ausgleich und Angleichung

In Klasse 6 wird (nach Möglichkeit und Bedarf) Zusatzunterricht für die Schülerinnen und Schüler mit Anfangsschwierigkeiten in der neu einsetzenden zweiten Fremdsprache angeboten (Französisch, Latein) - allerdings jeweils erst im zweiten Halbjahr, wenn wir einen gesicherten Überblick über das individuelle Leistungsprofil unserer Schülerinnen und Schüler gewonnen haben.

Darüber hinaus gibt es in der Jahrgangsstufe 11 (im auslaufenden, neunjährigen gymnasialen Bildungsgang) für die Schülerinnen und Schüler, die von anderen Schulformen neu zu uns kommen, Ergänzungskurse in Englisch und Mathematik zur Unterstützung des Pflichtunterrichts. In der Regel fassen wir dabei die neu zu uns kommenden Schülerinnen und Schüler zu einer eigenen „Klasse“ zusammen und setzen für den Ergänzungsunterricht die Lehrkraft ein, die auch den regulären Unterricht erteilt, denn diese Lehrkraft hat einen direkten Einblick in die fachlichen Voraussetzungen, die unsere neuen Schülerinnen und Schüler mitbringen, und kann so auch angemessen und unmittelbar  unterrichtlich und methodisch darauf „reagieren“.


Individuelle Förderung – als Förderung für „die Mitte“

Alle Schülerinnen und Schüler - und auf diese Weise nehmen wir unter anderem auch „die Mitte“ (s.o.) in den Blick – bekommen in den Klassen 8 und 10 ergänzenden Unterricht.

In Klassenstufe 8 steht den Klassenlehrern (die an unserer Schule stets auch ein Hauptfach unterrichten) hierfür eine „Klassenlehrer-“ oder „Arbeitsstunde“ zur Verfügung, in der es einerseits um soziales Lernen gehen soll, andererseits um die Kompetenzen, die in den (in dieser Klassenstufe anstehenden) Lernstandserhebungen gefordert werden.

In den Klassen 10 besteht der ergänzende Unterricht aus zwei zusätzlichen Wochenstunden, und zwar in Englisch und Deutsch. Hier sollen diese Stunden der Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen dienen - und so allen Schülerinnen und Schülern zu einem guten Abschluss oder auch einer guten Basis für die weitere schulische oder berufliche Laufbahn verhelfen. 

 

Individuelle Förderung - als Begabtenförderung

Nicht zuletzt, wie oben bereits gesagt, fordern und fördern wir auch unsere leistungsstarken und besonders begabten Schülerinnen und Schüler – einerseits durch gezielte Leistungsanreize und das Angebot unterrichtsübergreifender Lernaktivitäten, andererseits durch eine Förderung in besonderen Lerngruppen.

So haben wir bereits vor sieben Jahren mit der Bildung von Lerngruppen für besonders Begabte (Profilgruppen) begonnen – mit dem Ziel der Schulzeitverkürzung (Akzeleration). Von Klassenstufe 7 an erhielten Schülerinnen und Schüler, denen die Schule dies empfahl und deren Eltern dieser Empfehlung zustimmten, Zusatzunterricht in den Hauptfächern, um nach dem Ende des ersten Halbjahres der Klasse 7 mit dem Unterricht des zweiten Halbjahrs der Klassenstufe 8 beginnen zu können, also ein Schuljahr zu überspringen. Ob wir dieses von uns so genannte „Springer-Modell“, an dem nicht wenige Schülerinnen und Schüler noch bis zum letzten Schuljahr mit durchweg großem Erfolg teilgenommen haben, auch in diesem Jahr und in den kommenden Schuljahren weiter anbieten werden, also für die Klassen, die sich im ohnehin schon verkürzten achtjährigen gymnasialen Bildungsgang befinden, ist noch offen. Hierüber soll in unseren schulischen Gremien noch beraten werden.

Weitergeführt werden wird dagegen auf jeden Fall die Förderung unserer Begabten im so genannten „Zwei-Sprachen-Modell“. Hier geben wir denjenigen Schülerinnen und Schülern, die sich dies aufgrund ihrer Fähigkeiten zutrauen, die Möglichkeit, beide in Klasse 6 neu einsetzenden Fremdsprachen gleichzeitig zu erlernen, indem sie abwechselnd am Unterricht in beiden Sprachen teilnehmen, wobei der jeweils versäumte Unterrichtsstoff einerseits selbstständig nachgeholt, andererseits in zwei Zusatzstunden (jeweils eine für eine Sprache) mit Lehrkräften gemeinsam nachgearbeitet wird. Auch die Schülerinnen und Schüler, die bisher an diesem Modell (das übrigens von Eltern unserer Schule angeregt wurde) teilgenommen haben bzw. momentan noch teilnehmen, waren bzw. sind dabei außerordentlich erfolgreich.               

Stand: April 2008

iconUnser Faltblatt zur "Individuellen Förderung"