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2-tägiges Austauschprogramm mit dem Lorentz Casimir Lyceum in Eindhoven/NL

lorentz_casimir_lyceumAngefangen hat dieser besondere Austausch 1996 mit einer Klasse, die unter der Leitung ihres Lehrers B. Westermann den Mathematikunterricht in den Niederlanden kennen lernen wollte. Schon im Jahr darauf waren alle Schüler der Jahrgangsstufe 7 neugierig auf die Schule in Eindhoven. Auf diese Weise haben bis 2011 ca. 3000 Schülerinnen und Schüler an diesem Austauschprogramm teilgenommen, haben Freundschaften geschlossen und dazu beigetragen, Vorbehalte und Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen.

Unsere Partnerschule hat ca. 1400 Schüler und beherbergt ein Gymnasium (vwo) und eine Realschule (havo). In den Niederlanden besuchen die Schüler das Gymnasium vom 7. bis 12. Schuljahr. Da die Niederländer aber von Klasse 1 bis 6 zählen, sind unsere Partnerklassen Klasse 1.

Der Schulalltag am LCL in Eindhoven kann beträchtlich anders sein als bei uns am LvD. Unsere Partnerklassen sind „Jenaklassen“, d.h. sie arbeiten viel mit Freiarbeit und veranstalten mehrere Projektwochen im Schuljahr. Außerdem gibt es in den Niederlanden einige bei uns ungewohnte Fächer, wie z.B. „Versorgung“, wo man praktische Dinge lernt wie Fahrräder reparieren usw. 

Wie läuft der Austausch ab? An zwei Tagen werden gemischte deutsch-niederländische Klassen am LvD und LCL gebildet, die zusammen Unterricht haben. Am ersten Tag fährt eine Hälfte jeder Klasse 7 mit dem Bus von Kempen nach Eindhoven, auf der Rückfahrt nimmt der Bus eine Hälfte jeder niederländischen Klasse von Eindhoven nach Kempen mit. Aus den Hälften werden dann jeweils in Eindhoven und in Kempen die gemischten Klassen gebildet. Am zweiten Austauschtag, in der darauf folgenden Woche, werden die anderen Klassenhälften zwischen Eindhoven und Kempen ausgetauscht.

Jeder teilnehmende Schüler wird einem Schüler im anderen Land „zugeteilt“ und verbringt einen Tag gemeinsam mit ihm in der Schule und zu Hause. Auf diese Weise gewinnen die deutschen und die niederländischen Schüler einen relativ realistischen Eindruck vom Alltag eines Gleichaltrigen im Nachbarland. Die Nähe der Partnerschule (ca. 1 Busstunde von Kempen) ermöglicht bei Interesse auch Kontakte über die zwei Austauschtage hinaus.

Es hat sich gezeigt, dass dieser Austausch – auch dank des vergleichsweise geringen Aufwands – von beiden Seiten sehr gut aufgenommen wird. Übernachtungen entfallen und Sprachprobleme entstehen nur selten, da die Kinder endlich einmal ihre Englischkenntnisse an den Mann bringen können und zudem viele Niederländer Deutsch sprechen. Die Schüler sind immer wieder erstaunt, dass das Schulleben sich doch in vielem vom eigenen unterscheidet und sehen damit auch die eigene Welt mit neuen Augen.

Schülerstimmen über den Austausch 2012

 „Ich finde den Austausch mit Eindhoven gut, weil ich so den Tagesablauf und die Schule kennengelernt habe. Dadurch wurde mir gezeigt, wie das Leben eines niederländischen Schülers abläuft.“ Michael

„Ich finde den Austausch gut, weil man so den ndl. Alltag etwas besser kennenlernen kann und gut und freundlich in eine Familie aufgenommen wird.“  Julius

„Ich finde den Austausch gut, weil man gute neue Freunde findet und man sein Nachbarland kennenlernt. Nicht gut fand ich, dass die Austauschschüler in Kempen zu wenig Zeit haben, um etwas richtig Tolles zu machen.“  Lena

Ich finde den Austausch gut, weil man lernt, die englische Sprache richtig zu benutzen. Man lernt Regeln und Sitten anderer Menschen in anderen Ländern kennen. Doch das Beste ist, man lernt, wie der Unterricht, die Lehrer und die Klassen sind“  Dominic

Eva-Maria Middeldorf und Sigrid Schrage


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