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Lateinexkursion nach Mainz 2013 Drucken E-Mail

Mainz2013 1024x721Horas non numero nisi serenas war neben der Sonnenuhr an der Mainzer Zitadelle zu lesen. Diesen Spruch wollen wir auch zum Motto unseres Berichts über die Abschlussfahrt der Latein-Grundkurse der E10 am 20. Juni 2013 nach Mogontiacum machen und unseren „menschenfreundlichen“ Busfahrer – wie Nero auf der Jupitersäule, die neben dem Dativius-Victor-Bogen als erstes Relikt der Mainzer Römerzeit auf unserem Programm stand – der damnatio memoriae anheim fallen lassen. An der Jupitersäule entstanden dann mehrere gemeinsame Gruppenfotos der Lateinkurse von Frau Wiegand und Frau John, die von Frau Hardt auf der Fahrt begleitet wurden. Anschließend ging es zum Gutenberg-Museum, wo wir in die beeindruckende Technik und Erfindung Gutenbergs mit der an eine Weinkelter erinnernden Druckerpresse eingeführt wurden.

Pünktlich zur Mittagspause strahlte der Himmel, so dass wir diese in mediterraner Atmosphäre optimal nutzen konnten. Anschließend stiegen wir in die fensterlosen heiligen Hallen der Eingeweihten des Isis- und Magna Mater-Kultes in der Römerpassage hinab. Hier konnte sich jeder selbständig ein Bild über den im Unterricht besprochenen Kult machen und sich u.a. an den auch multimedial in Erscheinung tretenden Zauberpuppen und Fluchtäfelchen erfreuen, bevor es per pedes durch Hügel oder sogar Berge – wie es je nach Wandervermögen dem einzelnen erschien – zur Stephanskirche ging. Hier konnte die Vorhut im Schatten der Bäume Abkühlung suchen und geraume Zeit ruhend auf den Rest der Truppe warten, die einen Teilnehmer hatte, dessen gelbes T-Shirt durch die schweißtreibende Anstrengung nach eigenen Angaben anschließend weiß gebleicht war. Dann wurden gemeinsam die berühmten Chagallfenster betrachtet und der gotische Kreuzgang bewundert.

Im Anschluss daran stand der monumentale Drususstein auf der Mainzer Zitadelle auf dem Programm, von wo aus wir eine tolle Aussicht auf Aurea Moguntia hatten. Weiter liefen wir zum Südbahnhof, wo sich das Theatrum Mongontiacensium befindet, was sich durch den Zaun am hintersten Bahnsteig als größtes Bühnentheater nördlich der Alpen auf den ersten Blick nicht erkennen ließ. Aber errare humanum est. Das Theater, bei dem ad hoc ein unüberhörbarer Männerchor auftrat, fand dafür im Bus statt und stärkte die Gruppengemeinschaft, so dass sich die Fahrt nicht nur in kultureller Hinsicht gelohnt hat.

Latein GK - Andrea Wiegand